Recycling von Aluminiumverpackungen in Deutschland

 


Alu DSD Fraktion 1401 1199Hohe Recyclingraten sind neben Materialeffizienz und perfektem Produktschutz ein wichtiger Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung. Aluminium wird in stetig zunehmendem Maße als Sekundärrohstoff wieder in den Werkstoffkreislauf zurückgeführt. Sein Anteil an der Aluminiumerzeugung beträgt in Deutschland rund 60 % und ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil der Metallversorgung.


Mit Inkrafttreten der Verpackungsverordnung im Jahr 1991 und der Gründung des Dualen Systems („Der Grüne Punkt“) begann die flächendeckende Sammlung und Verwertung aller Aluminium- und Aluminiumfolie enthaltenden Verpackungen. Bereits zuvor wurden stückige Verpackungen wie Dosen oder Menüschalen über gewerbliche und karitative Sammlungen in den Kreislauf zurückgeführt – nicht zuletzt wegen des hohen positiven Marktwertes.


Über gelbe Tonnen/Säcke werden heute gebrauchte Aluminiumverpackungen haushaltsnah gesammelt, dann in Sortieranlagen über moderne Trenntechnologien zuverlässig sortiert mit hoher Effizienz verwertet. Mit vollständiger Etablierung des Pfandsystems für Getränkeverpackungen im Jahr 2006 werden Aluminiumdosen in Geschäften zurückgenommen und der Pfandbetrag von 0,25 Euro wird rückerstattet.


Al Getraenkedosen lose 919 796Zusätzlich werden gebrauchte Aluminiumverpackungen auch über Branchenlösungen und sonstige Sammlungen sowie über die Metallrückgewinnung aus biologischen und thermischen Abfallbehandlungsanlagen verwertet. Die erreichte Recyclingrate ist ein Spitzenwert in Europa.


Der Beitrag zum Klimaschutz kann sich sehen lassen. Das Recycling von Aluminium reduziert im Vergleich zur Primärproduktion den Einsatz von Energie und Emissionen von Treibhausgasen um bis zu 95 Prozent. Basierend auf den jetzt erreichten Verwertungsmengen betragen die jährlichen Einsparungen von Treibhausgasen fast 500.000 Tonnen sogenannter CO2-Äquivalente.