Mindeststandard zur Bemessung der Recyclingfähigkeit

(26. Juli 2019) Der Wert und die Marktfähigkeit von Materialkomponenten soll stärkere Berücksichtigung finden.

 

Gemäß § 21 des ab dem 01.01.2019 in Kraft getretenen neuen Verpackungsgesetzes soll neben der Abfallvermeidung künftig die Recyclingfähigkeit von Verpackungen bei der Festlegung der Lizenzentgelte seitens der Dualen Systeme Berücksichtigung finden.


Die Zentrale Stelle Verpackungsregister hat in Abstimmung mit dem Umweltbundesamt einen Entwurf vorgelegt und den betroffenen Kreisen die Möglichkeit zur Kommentierung in einem Konsultationsverfahren eröffnet. Aus Sicht der Aluminiumindustrie setzt der Entwurf einen geeigneten Rahmen, der aber noch seitens der Dualen Systeme auszufüllen ist.

 

DIA PRODUKTE 03 768 512 Verh 1.5 1„Für alle Aluminiumverpackungen und Verpackungen, die Aluminiumfolie enthalten, gibt es demnach eine im Markt verfügbare Infrastruktur der Sortierung und hochwertigen Verwertung. Damit ist sichergestellt, dass das wertvolle Aluminium aus Monomaterial- oder Verbundverpackungen nicht verloren geht und effizient und ressourcenschonend im Kreislauf geführt wird“, erläutert der DAVR-Geschäftsführer Hans Jürgen Schmidt.

 "Eine rein quantitative Betrachtung des Wertstoffgehaltes sollte aber durch die Berücksichtigung der Werthaltigkeit und Marktfähigkeit von Materialkomponenten ergänzt werden, um die reale ökonomische und ökologische Wertschöpfung in der Nachgebrauchsphase abzubilden“, so Schmidt weiter.

 „Zudem ist grundsätzlich zu beachten, dass Verpackungen mit hoher ökologischer Relevanz für einen effizienten Produktschutz und Transport genutzt werden.“

Den Anhörungsentwurf des Mindeststandards zur Bemessung der Recyclingfähigkeit sowie eine Pressemeldung finden Sie auf der Webseite der Zentrale Stelle Verpackungsregister.