Studie zu ökologischen Leistungen des dualen Systems

(18. Juli 2016) Öko-Institut: Duales System entlastet Umwelt und Klima / Experten sehen erhebliche weitere Potenziale


Das duale System leistet bereits heute einen erheblichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz – und es könnte bei entsprechenden Rahmenbedingungen noch viel mehr leisten. Das ist das Ergebnis einer umfassenden Studie zu ökologischen Leistungen und Potenzialen des dualen Systems, die das Öko-Institut und der Grüne Punkt kürzlich in Berlin vorgestellt haben.

Das duale System entlastet die Atmosphäre Jahr für Jahr um 3,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Davon gehen allein 1,9 Millionen Tonnen auf die Verwertung der Leichtverpackungen (Gelbe Tonne, Gelber Sack) zurück. „Die Verwertung von Leichtverpackungen hat schon heute die beste Klimabilanz aller Siedlungsabfallarten“, sagt Günter Dehoust, Studienleiter des Öko-Instituts. „Sie trägt pro Tonne 19 Mal mehr zum Klimaschutz bei als die Entsorgung des Restmülls.“

Dieser ökologische Beitrag könnte noch erheblich gesteigert werden. In verschiedenen Szenarien hat das Öko-Institut berechnet, wie sich der Einsatz besserer Sortiertechnik, die Erleichterung der Sortierung in den Haushalten und die Ausweitung des dualen Systems auf weitere Abfälle – sogenannte „stoffgleiche Nichtverpackungen“ – auswirken würden. „Insgesamt sehen wir ein Potenzial von über 4,7 Millionen Tonnen Einsparung von klimaschädlichen Treibhausgasen, die durch das duale System erreicht werden könnten“, sagt Günter Dehoust.

Die Studie steht unter www.gruener-punkt.de/oeko-studie zum Download bereit.